Der Anschlag in Magdeburg. Eine Tragödie begründet in Hass.

Am 20.12.2024 kam es zu einer Tragödie in Magdeburg. Ein 50 Jähriger Mann fuhr mit einem PKW in eine Menschenmenge. 5 Menschen sind verstorben und 205 Menschen sind verletzt worden. Da in diesen Zeiten oft viel mehr Zeit den Tätern als den Opfern geschenkt wird möchte ich Sie an dieser Stelle bitten, auch wenn Sie die Menschen nicht kennen ihnen zu gedenken, unser Mitgefühl und unser Fähigkeit zusammen zu arbeiten, waren immer das was uns Menschen ausgemacht hat.

Damit diese Tragödie jedoch nicht von fremdenfeindlichen Akteuren ausgenutzt wird muss ich mich leider trotzdem zu dem Täter äußern. Es handelt sich um einen Mann der 2006 aus Saudi Arabien eingereist ist und obwohl er Schiitischer Herkunft ist, nun laut eigenen Angaben Atheist sei. Sein X/Twitter Account war bereits lange Zeit extrem Islam-kritisch, zudem schien er auch psychische Probleme entwickelt zu haben. Dies geht daraus hervor, dass er der Sekulären Flüchtlingshilfe vorwarf geflüchtete Frauen aus Saudi Arabien in die Prostitution zu zwingen. Zu exakt diesem Sachverhalt habe er auch einen USB-Stick an die Polizei geschickt welcher Beweise für seine Behauptungen enthalten haben sollte. Der USB-Stick wurde laut seinen Angaben zurückgeschickt und sei dann aus seinem Briefkasten gestohlen worden. Der Täter machte hierfür die Polizei, den deutschen Staat und im weiteren Sinne das deutsche Volk verantwortlich. Dies und andere von ihm empfundene Anfeindungen scheinen der Grund für den Anschlag vom 20.12. zu sein.

Der Täter sah sich und andere Islamkritiker als moderne Nachfolger von Sokrates, welcher von den Griechen aufgrund seiner Opposition gegenüber den Göttern Athens angeklagt, verurteilt und mit Gift hingerichtet wurde. In dieser Tradition sah sich der Täter als Verfechter der Wahrheit gegenüber der von ihm wahrgenommenen Lüge des Islams. Er sah den deutschen Staat als einen autoritären bevormundenden Apparat in sozialistischer Tradition, der im Gegensatz zum Liberalismus stünde. So sagte er sinngemäß, dass ein Liberaler Staat der sich für Freiheit, Leben und Eigentum einsetze dem Bürger nicht verbieten würde eine Schusswaffe zu besitzen und eine Kamera an der Außenfassade seines Hauses anzubringen um den Briefkasten zu überwachen. Der deutsche Staat aber bevormunde aufgrund seiner sozialistischen Herkunft den Bürger solche Freiheiten nicht auszuleben. Es bleibt festzuhalten, dass obwohl dieser Mann Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie war und zuletzt vor seiner Arbeitsunfähigkeit mit Sucht-kranken gearbeitet hat, er scheinbar ein zutiefst gestörter Mensch ist.

Bevor ich diesen Beitrag beende möchte ich noch einmal daran erinnern, wir befassen uns in solchen Situationen leider viel zu sehr mit den Tätern und viel zu wenig mit den Opfern. Ich habe mich aus exakt diesem Grund dagegen entschieden den Namen des Täters zu nutzen, diesen finden Sie recht leicht über eine Online-Suche. Ich hätte hier gerne die Namen der Toten aufgelistet um Ihnen zu gedenken, jedoch wurden diese nicht preisgegeben somit kann ich nur das teilen was wir über sie wissen und Sie bitten Ihnen zu gedenken. Es handelt sich bei den Toten um einen neunjährigen Jungen, eine Frau im Alter von 45 Jahren, eine zweiundfünfzig-jährige Frau, eine 67 Jahre alte Frau und eine fünfundsiebzig-jährige Frau.

Hoffen und wenn Sie beten, beten wir das so etwas nie wieder passiert und dass die Zahl der Toten nicht weiter steigt.


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