Die CDU und CSU sind beide Parteien welche dafür stehen zu scheinen, die christlichen Werte zu verteidigen. Doch wenn wir uns mal die Bibel ansehen, dann sind es diese Parteien, die diesen Worten nicht gerecht werden. So ist es auch mit Parteien, die diese Worte nicht im Namen haben wie der AfD und FDP, aber um die soll es heute nicht gehen. Es ist Heilig Abend und das bedeutet zusammen sein mit Familie und Freunden. Ein Fest des Mitgefühls und der Liebe. Doch die CDU/CSU predigt immer wieder das Gegenteil misstrauen gegenüber denen die weniger haben, doch was steht dazu in der Bibel. Matthäus 5:3 „Selig sind, die arm sind, vor Gott, denn ihnen gehört das Himmelreich.“ Weiterhin heißt es Liebe deinen Nächsten, doch wer ist der Nächste auch darauf gibt es im Neuen Testament eine Antwort: Die Passage von Lukas 10: 29-37 beantwortet diese Frage mit der Geschichte des guten Samariters. Kurz gefasst ein Mann wurde auf seinem Weg überfallen und schwer verletzt liegen gelassen. Es kamen ein Rabbiner, ein jüdischer Priester und ein Levit, ein jüdischer Rechtsgelehrter vorbei und beide ließen den Mann liegen. Dann kam ein Samariter, ein Mann von einem anderen Hebräer Stamm der oft Konflikte mit den Juden hatte. Dieser Samariter nahm den Mann mit verband seine Wunden und brachte Ihn zu einem Wirtshaus wo der Samariter für essen und Pflege mit 2 Silbertalern bezahlte. Was soll uns das sagen, selbst die Menschen die uns gegenüber nicht gut zu sprechen sind, sollen wir Lieben. Das klingt nicht nach der CDU/CSU welche Feindseligkeit beinahe zu einer Kerndisziplin hat werden lassen. Speziell gegenüber Arbeitern und Bürgergeldempfängern scheint die Feindseligkeit der CDU/CSU beinahe unhaltbar. Jegliche Hilfe ist zu viel Hilfe wenn man der Union glaubt, das klingt für mich nicht sehr christlich.
Hier ein kleiner Einwurf die Union betont immer, ihre Maßnahmen gegen das Bürgergeld seien notwendig aufgrund der Zahl von Totalverweigerern. Die Zahl der Sanktionen wegen Totalverweigerung lag im Jahr 2023 bei 16.000 von 5,541 Millionen die das Bürgergeld beziehen. Um es Herrn Merz klar zu machen das sind 0,2888 % also noch weniger als die Mehrwertsteuer Senkung. Hierzu kommt auch noch, dass es bei diesen Totalverweigerern nicht unbedingt so sein muss, dass sie eine Arbeit ablehnen. Sondern eher eine ABM eine arbeitsbeschaffende Maßnahme, das sind dann so weiterbildende Maßnahmen wie Blätter im Park sammeln oder zum 5. Mal zu lernen wie man eine Bewerbung schreibt. Diese ABMs sind auch oft gerade kurz vor Wahlen sehr beliebt, da man jeden der gerade in einer Maßnahme ist aus den Arbeitslosen Zahlen streichen kann. Die Zahl der Bürgergeldempfänger ändert sich somit aber nicht.
Kommen wir noch ein letztes Mal zurück zur Bibel denn diese Besagt auch ein von Karl Marx später wiederverwendetes Maxim: Von jedem nach seinen Fähigkeiten, für jeden nach seinen Bedürfnissen. Hierzu sei gesagt, der Marxismus hat in den letzten Hundert Jahren mehrfach bewiesen, dass er als gesamtheitliches System beinahe unmöglich umzusetzen ist. Das bedeutet aber nicht das bestimmte Maxime und Konzepte nicht zu einem sozialeren Staat führen können. Schließlich begründete sich der einflussreiche Sozialdemokrat Eduard Bernstein auf Marx und Engels und argumentierte, dass die Welt sich weiter gedreht habe und Revolution nicht von Nöten sei, sondern Reform. Trotz allem geht der oben stehende Satz aus der Bibel hervor. In der Apostelgeschichte 4:32-35 heißt es: „Die Menge derer die gläubig geworden waren, war ein Herz und eine Seele. Keiner nannte etwas von dem, was er hatte, sein Eigentum, sondern sie hatten alles gemeinsam. Mit großer Kraft legten die Apostel Zeugnis ab von der Auferstehung Jesu, des Herrn, und reiche Gnade ruhte auf ihnen allen. Es gab auch keinen unter ihnen, der Not litt. Denn alle die Grundstücke oder Häuser besaßen, verkauften ihren Besitz, brachten den Erlös und legten ihn den Aposteln zu Füßen. Jedem wurde davon so viel zugeteilt, wie er nötig hatte.“ Wenn Sie mich fragen klingt das nicht nach der Steuerpolitik der Union, sondern eher nach der von Linken, SPD und Grünen. Die die viel haben geben viel und die die wenig haben bekommen das was sie benötigen um einigermaßen sorgenfrei zu leben. Das ist der Geist Christi und an diesem Tag an dem wir die Nacht seiner Geburt feiern, möchte ich jeden daran erinnern.
Frohe Weihnachten und ich werde mich immer dafür einsetzen, dass wir nicht die Werte vergessen auf denen diese Republik erbaut wurde.
Denn ich will Deutschland, aber Sozial.
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