Was Privatwirtschaft kann. Und was nicht.

Ich habe mich in einigen meiner Texte bereits auf soziale Politiker und Denker der Vergangenheit gestützt. Namentlich wären hier Wilhelm Liebknecht und August Bebel zu nennen. Diese Art von Politik hat immer eingesehen, dass Produktion in der Privatwirtschaft schneller und die Bereitstellung von Dienstleistungen effizienter ist. Weiterhin müssen Soziale Denker auch zugeben, dass die Privatwirtschaft durch Konkurrenz Wissenschaft und Forschung voranbringen und beschleunigen kann. Weiterhin kann die Privatwirtschaft Kunst und Kultur hervorbringen die einfach zu konsumieren, aber auch kritisch sein kann.

Was die Privatwirtschaft und damit verbündete Politik nicht kann ist Frieden sichern, da der Kampf um Ressourcen ein unausweichlicher Teil dieser Politik und dieser Praxis ist. Dies mag nicht offensichtlich sein, aber es ist in der Historie der letzten 100 Jahren zu mehr Wirtschaftskriegen gekommen als jeder anderen Art von Konflikt. Es ging oft um Öl, Gas, Land oder ganz einfach die Handelsbeziehungen mit einem Land. Weiterhin ist Krieg eine Industrie in sich selbst an der sehr viel verdient werden kann. Die Privatwirtschaft und die Politik die für sie agiert kann weiterhin keine soziale Gerechtigkeit herstellen. Dies ist darin begründet, dass alle für die Privatwirtschaft existierenden Gesetze darauf abzielen, jene die reich sind reicher zu machen und jene die arm sind arm zu halten. Hierfür lohnt sich ein Blick in die Wahlprogramme der FDP, CDU/CSU und AfD, die Steuererleichterungen in diesen Programmen zielen nicht auf die Mehrheit der Bürger ab sondern einzig und allein auf die obersten 10 Prozent. So bekommen die obersten 10% 52 Milliarden Euro der Steuererleichterungen welche die CDU/CSU für ihre Regierungsperiode plant die unteren 50% kommen gerade einmal 11 Milliarden Euro dieser Steuererleichterungen zu gute. Diese Politik ist für Reiche und nur für Reiche und kann keine soziale Gerechtigkeit fördern. Eine weitere Sache die die Privatwirtschaft und die ihr positiv-gestellte Politik nicht schafft ist ökologisch Nachhaltig zu handeln. Es ist gegen das Interesse der Privatwirtschaft wiederzuverwenden und zu reparieren, Austausch ist gewinnbringender als reparieren. So kann eine Produktion auch nicht beendet werden, wenn sie nicht mehr ökologisch ist, da sie ja trotzdem noch Gewinn bringt. Und als letzter Punkt kann die Privatwirtschaft die Menschen nicht wahrlich Selbstständig und Unabhängig machen, da dies für die Privatwirtschaft als Druckmittel zu wichtig ist.

Somit sollte das Ziel eines jeden Menschen sein, die Dinge die die Privatwirtschaft und ihre Politik gut kann zu behalten und die Dinge die sie nicht gut kann zu überwinden um eine bessere Gesellschaft zu fördern.

Damit es am Ende heißt: Deutschland, aber Sozial.


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