Die CDU/CSU und die SPD bezeichnen sich oftmals als Volkspartei, also eine Partei die die ganze Bevölkerung vertreten möchte, hierbei gibt es nur ein Problem. Die Interessen der unteren 80% und der oberen 10% stehen sich gegenseitig im Widerspruch. Dies ist eine Diskussion die bereits am Anfang des 20. Jahrhunderts die SPD spaltete und bis heute diese beschäftigt. Denn historisch war die SPD die ersten 30 Jahre ihrer Existenz eine Arbeiterpartei. Ein Umstand der der SPD erst 1959 vollkommen klar wurde. Zuvor nannten sie sich stetig eine Arbeiterpartei und Teile der SPD versuchten dies auch immer wieder zurückzubringen, mit mehr oder minder wirkungsvollen Ergebnissen. Die CDU/CSU welche sich aus der katholischen Zentrumspartei und der Bayerischen Volkspartei der Weimarer Republik entwickelt hatten, hatte nie das Ziel gehabt eine Arbeiterpartei zu sein und wurden meist als Bürgerliche Parteien bezeichnet. Jedoch wurden sie erst nach der Gründung der Bundesrepublik Deutschland als Volkspartei bezeichnet, da das vorherige Zentrum eine Partei mit konfessioneller Bindung war, welches die CDU aufgab um eine breitere Wählerschaft zu erreichen.

Soviel zur Historie der „Volksparteien“ nun zu dem Punkt der viel wichtiger ist, warum können sie nicht das ganze Volk vertreten? Arbeitende, dies meint alle Arbeitnehmer, sowie Selbstständige und Unternehmer die noch selbst arbeiten, sind in direktem Gegensatz zu den Großunternehmern. Denn Großunternehmer wollen ihre kosten immer weiter drücken und ihre Konkurrenz immer mehr aufkaufen. Dies ist ein Umstand der besonders gut bei den Bauern und Agrarbetrieben gesehen werden kann. Die meisten kleinen Bauern sind Eigentümer ihres eigenen Hofs und doch werden für sie die Abgaben immer höher und die Einnahmen immer geringer. Dies ist einer der großen Gründe für die Bauernproteste im Jahr 2023 gewesen, was die meisten nicht realisieren, ist dass über 700 der rund 3.000 Lobbyvertreter die beim Bundestag registriert sind der Land- und Forstwirtschaft angehören. Diese haben aktiv die CDU/CSU über Jahre zu Gesetzen im Landwirtschaftsbereich beraten, da es für diese Großunternehmen von Vorteil ist die kleinen Bauern aus dem Gewerbe zu drängen und ihre Höfe dann zu übernehmen. Es ist aus exakt diesem Grund nicht möglich eine „Volkspartei“ auf die Probleme der kleinen Leute aufmerksam zu machen, da da Machtgefüge einfach zu sehr in Richtung der Großunternehmer versetzt ist. Wenn wir uns hierzu die SPD angucken, hat diese seit 1998 Gerhard Schröder an die Macht kam, die Arbeiter verraten und verkauft, da es für ihn profitabler war sich mit mittelständischen und Großunternehmen zusammen zu tun. Dies ist der Grund warum wir eine Arbeiterpartei benötigen die Grüne und SPD ehrlich hält und sich nicht von den Interessen der Großunternehmen leiten lässt. Zu diesem Zeitpunkt gibt es nur eine Partei die dies Verkörpert und sie begründet sich auf der Sozialdemokratin Rosa Luxemburg, welche schon 1894 gegen den Opportunismus und den Possibilismus innerhalb der SPD antrat. Sie versuchte die SPD stetig ehrlich zu halten und Treu der Arbeiterschaft und ihren Interessen zu dienen. Das tut die Linke heute auch.

Ich möchte ein arbeitsreiches Deutschland, aber Sozial


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