Faschismus und Populismus. Der Mythos von den Sozialistischen Nazis.

Ich dachte lange Zeit ich müsste mich nicht zu Frau Weidels Kommentar über Hitler den Kommunisten äußern, doch diese Idee ist unter Rechtskonservativen, Rechtsliberalen und Neofaschisten leider weit verbreitet. Wobei gerade letztere oft sogar Hitler und Mussolini verharmlosen oder sogar zum Vorbild nehmen. Adolf Hitler sagte in einem Interview 1932: „Sozialismus, ist die Wissenschaft des Umgangs mit dem Gemeinwohl. Kommunismus ist kein Sozialismus. Marxismus ist kein Sozialismus. Die Marxer haben den Begriff gestohlen und seine Bedeutung verwechselt. Ich werde den Sozialisten den Sozialismus wegnehmen.” Das klingt erstmal so, als könne man Nazis als alternative Sozialisten bezeichnen nicht, aber als Kommunisten. Doch das ist nur ein Drittel von dem was Adolf Hitler in diesem Interview vom Sozialismus erzählt.

Der Sozialismus war begründet auf dem Prinzip, das Privateigentum, also die Produktionsmittel, zu verallgemeinern, also allen zugänglich zu machen. Mit anderen Worten wer arbeiten Wollte sollte volles Eigentum an dem produzierten haben, da die Produktionsmittel nicht einer Person gehören, die sie an andere gibt. Wie stand Hitler zum Privateigentum:”Der Sozialismus ist eine alte arische, germanische Institution. Unsere deutschen Vorfahren hatten bestimmte Länder gemeinsam. Sie pflegten die Idee des Gemeinwohls. Der Marxismus hat kein Recht, sich als Sozialismus zu verkleiden. Der Sozialismus lehnt im Gegensatz zum Marxismus das Privateigentum nicht ab. Im Gegensatz zum Marxismus beinhaltet es keine Negation der Persönlichkeit und im Gegensatz zum Marxismus ist es patriotisch.”Das klingt nicht mehr wirklich nach Sozialismus, denn ein Sozialismus der das Privateigentum nicht ablehnt ist ja kein Sozialismus.

Na gut nun steht der Sozialismus, natürlich im Kontrast zum Liberalismus, der das Privateigentum als höchstes Gut ansieht. Was hat Hitler denn hierzu zu sagen: “Wir hätten uns die Liberale Partei nennen können. Wir haben uns Nationalsozialisten genannt. Wir sind keine Internationalisten. Unser Sozialismus ist national. Wir fordern die Erfüllung der gerechten Ansprüche der Produktivklassen durch den Staat auf der Grundlage der Rassensolidarität. Staat und Rasse sind für uns eins…“ Das ist jetzt definitiv nicht mehr Sozialismus.

Nein und hier kommen wir zur Auflösung, ob Mussolini, Hitler, Weidel oder Meloni, Faschistoide Menschen haben 1 Maßgebliches Mittel welches sie alle eint: Populismus. Der Populismus ist es der Mussolini sagen ließ: Ich bin das Volk und das Volk bin Ich. Der Populismus war es der die DAP sich umbenennen ließ in die NSDAP. Der Populismus ist es auch der Alice Weidel, dazu bringt zu sagen Hitler sei Links. Obwohl Ihr Parteikollege Gauland 2018 als er zusammen mit Alice Weidel die AfD anführte sagte: “Hitler und die Nazis sind nur ein Vogelschiss in über 1.000 Jahren erfolgreicher deutscher Geschichte.“ Populismus ist das was diese Leute vorantreibt, die Angst zu schüren in den Menschen, ob es um den Austausch durch Migranten geht „In Hundert Jahren gibt es keine Deutschen mehr“ meinte Thilo Sarazin, „dann steht Deutschland halt voller Moscheen und die sind Unterwasser“ antwortete Volker Pispers einst. In seinem Buch „Faschismus und Populismus“ erklärt Antonio Scurati recht eindrücklich den Hauptunterschied zwischen Populismus und Sozialismus: Der Sozialismus verspricht: „Deine Kinder können endlich ein besseres Leben finden als du und deine Enkel ein besseres als deine Kinder.“ Doch Mussolini musste etwas finden was ihm den Weg zur Macht bereiten konnte. „[Er] besann sich auf einen anderen [Weg], der über die einzige politische Leidenschaft verlief, die mächtiger ist als die Hoffnung: die Angst.“ Populismus ist Angst, das nutzen der Angst um die Menschen hörig zu machen.

Es geht um Angst vor etwas, früher war es die Angst vor den Juden die einem was wegnehmen würden entweder als Kapitalisten oder als Marxisten, so wie die Nazis es gerade brauchten. So sagte Joseph Goebbels:

„Als Sozialisten sind wir Gegner der Juden, weil wir in den Hebräern die Inkarnation des Kapitalismus, des Missbrauchs der Güter der Nation sehen.“ Hitler wiederum schrieb in Mein Kampf bereits: „Im russischen Bolschewismus haben wir den im zwanzigsten Jahrhundert unternommenen Versuch des Judentums zu erblicken, sich die Weltherrschaft anzueignen“ und Wilhelm Keitel sagte im September 1941: „Der Kampf gegen den Bolschewismus verlangt ein rücksichtsloses und energisches Durchgreifen vor allem auch gegen die Juden, die Hauptträger des Bolschewismus.“ So war der Soviet Sozialismus also von der Inkarnation des Kapitalismus ausgehend. Wenn es Ihnen jetzt erst auffällt die Nazis waren Opportunisten. Sie nutzten was immer sie benötigten um an die Macht zu kommen und um sich zu legitimieren. Frei nach dem Motto „Was kümmert mich mein Geschwätz von Gestern!“

Heute sind wie Volker Pisper einst sagte „Juden sind ja nicht mehr genug da.“ Deshalb ist der heutige Schrecken der Deutschen, der Migrant. Dass Gewaltstraftaten viel mehr von Rechtsextremen als von Migranten ausgehen ist egal. Denn es geht beim Populismus nicht um Fakten es geht um Gefühle. Gefühlt wird es immer schlimmer, gefühlt gibt es immer mehr Gewalt. Dem war aber eine ganze Zeit lang gar nicht so. 14 Jahre von 2007 bis 2021 gingen die polizeilich erfassten Gewalttaten stetig runter von 2007 217.923 zu 2021 164.646. Doch die letzten 3 Jahre stieg die Anzahl der Gewalttaten wieder und 2023 erreichte sie beinahe wieder das Level von 2007 mit 214.099 Gewalttaten. Es ist jedoch nicht die Gewalt die die Angst schürt, es ist die Angst die die Gewalt schürt. Rechtsextremismus ist die größte Gefahr für Deutschland, kein Augen wischen und sagen die Nazis waren Sozis wird das ändern. Denn sie waren keine Sozialisten. Sie waren Opportunisten und Faschisten, genau wie die AfD heute.

Ich möchte eine sicheres Deutschland, aber Sozial.


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