Heinrich Brüning. Warum Sparen in der Krise den immer Nazis hilft.

Es ist 1930 und die Weltwirtschaftskrise hat Deutschland noch nicht ganz erreicht. Doch Heinrich Brüning entscheidet sich einen Sparkurs einzulegen. Mit Sparen durch die Krise, er erhob neue Steuern und minderte Löhne und Ausgaben des Staates. Als 1931 die Krise Deutschland erfasste, wurden 16% der Bevölkerung mit einem Schlag Arbeitslos. Das waren 6 Millionen Deutsche. Doch Brüning hörte nicht auf zu sparen. Stattdessen bestand er darauf „Wir müssen alle den Gürtel etwas enger schnallen.“ Sparen in Krisenzeiten, war nie etwas was viel brachte und als Brüning im 1932 abdankte war es zu spät. Sein Nachfolger Franz von Papen versicherte Hindeburg er würde der NSDAP die Wähler wieder abjagen. Er würde die Zentrumspartei nach vorne führen. Wenig später im Jahr 1933 war es von Papen der glaubte man könne Hitler kontrollieren, woraufhin er Hindenburg empfahl Hitler als Reichskanzler zu erklären. Die Kontrolle blieb aus stattdessen, machte sich Hitler nach Hindenburgs Tod zum Führer und der Rest ist Geschichte.

Wir haben heute wieder Brünings und von Papens in der Politik. Menschen die meinen mit Sparen durch die Krise zu kommen und den Rechten Stimmen abzujagen. Doch das hat in den 1930ern nicht geklappt und es klappt auch heute nicht. Denn das einzige was diese Politik tut ist die extremistischen Faschistischen Gedankengänge zu legitimieren und zu entschuldigen. Wenn eine Julia Klöckner sagt die CDU sei die demokratische Version der AfD, spielt sie damit lediglich der AfD in die Hände, wie ein moderner von Papen. Wenn ein Herr Lindner wie besessen an der Schuldenbremse festhält, obwohl sie das Land lahm legt, so hilft das lediglich der AfD, wie ein moderner Brüning. Um die Fehler der Vergangenheit nicht zu wiederholen müssen wir aus ihnen lernen und wir haben eine Chance. 1930 waren KPD und SPD so zerstritten aufgrund der Taten Friedrich Eberts 1918-1925, dass sie nicht zusammenarbeiten wollten und deshalb die Politik die notwendig gewesen wäre um die Bevölkerung zu entlasten nicht durchführen konnten. Heute haben wir dieses Problem nicht die SPD ist zwar ähnlich Opportunistisch wie zu Zeiten Friedrich Eberts, doch sie hat noch ein Quäntchen vom dem sozialen Kern der sie vor 1900 zu der Vorreiterpartei Europas, wenn es um soziale Politik geht, machte.

Wenn die SPD, die Linke und ja vielleicht sogar die Grünen, eine Regierung bilden könnten wäre eine Politik da die dem Volk und nicht den Konzernen hilft. Die nicht die Fehler von Brüning und von von Papen wiederholt. Doch zu diesem Zeitpunkt ist das leider nur ein Luftschloss.

Ich möchte ein krisensicheres Deutschland, aber Sozial.


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