Nationalismus der Ideologische Krebs des 19. Jahrhunderts

Das 19. Jahrhunder war das Jahrhundert des Nationalstaats, es nahm seinen Anfang mit dem Nationalstaat Napoleons welcher ein neues Französisches Kaiserreich aufbauen wollte. Sah weiterhin die Entstehung der deutschen Nation, aus den vielen kleinen Fürstentümern, Königreichen und Stadtstaaten welche aus diesm, keltisch-germanisch-slawischem Mischvolk hervorgegangen war und es sah zum Ende hin die Zionistische Bewegung, welche langsam begann sich im Osmanischen Reich niederzulassen.

Mit dem 20. Jahrhundert wurde der Nationalismus dann auch in vielen Kolonialen Territorien vermehrt entfacht. Wo die Filipinos bereits 1896 begannen um ihre Unabhängigkeit zu kämpfen und die Araber sich im ersten Weltkrieg von den Osmanen lossagten, kämpften die Iren 1916 gegen ihre britischen Besatzer. Und Vietnam kämpfte beinahe das gesamte Jahrhundert, erst um ihre Unabhängigkeit, dann um die Befreiung ihres Landes von ausländischem Einfluss und schließlich für das Überleben ihrer kambodschanischen Nachbarn. Doch machte sich neben dem Willen nach Unabhängigkeit, Freiheit und Gerechtigkeit auch etwas weiteres breit: Die Idee eine Nation sei besser als eine andere.

Rassismus hatte es auf die eine oder andere Weise schon sehr lange gegeben und mit dem Nationalismus hatte der Rassismus einen Alliierten gefunden, der nicht nur die selben Ziele verfolgte, sondern auf den eigenen Zielen aufbaute. Nationalismus war massentauglich und bedeutete auch noch, dass man nun nicht mehr Unterschiede im Aussehen benötigte um Expansion zu legitimieren. Ost- und Zentraleuropäer sind nah miteinander verwandt und viele Zentraleuropäer haben selbst irgendwann einmal osteuropäische Vorfahren gehabt. Dasselbe gilt für Nordafrikaner und Italiener, die durch Migrationen im Mittelmeer immer miteinander verbunden waren. Und doch waren es die Nazis in Deutschland und die Faschisten in Italien, die genau diese Gruppen für sich als rassistisches und nationalistisches Ziel auserkorren haben. Denn damit die Nation „Größe“ erlangt muss sie erobern, beherrschen und vor allem ausbeuten. Denn das ist Nationalismus in seinem Kern: Ausbeutung in seiner reinsten Form, Ausbeutung der anderen für Land, Resourcen und billige Arbeitskräfte oder Sklaven und die Ausbeutung des eigenen Volkes als Kannonenfutter und Produktionsmaschinen des zukünftigen Kannonenfutters.

Darum muss in einer aufgeklärten Gesellschaft gelten, wenn ein Politiker fragt was du für dein Land tust, fragst du zurück: „Wast tut mein Land für mich?!“ Jetzt wo Militarismus wieder auf der Agenda steht, wo AfD, CDU, CSU, SPD und Grüne alle zusammen die Kriegstrommeln schlagen, frage ich mich umso mehr was tut das Land für uns? Die Mieten werden immer höher, die Lebensmittel immer teurer und das Leben immer grauer. Und doch sollen die Jungen deren Zukunft ungewiss ist, die keine Perspektive haben in den Krieg und in den Tod geschickt werden. Wenn Menschen sich dem immer fügen, wird es nie eine Gesellschaft geben welche über diese egozentrische Art zu Leben hinauswächst. In meinen Augen hat Nationalismus im Deutschland des 21. Jahrhunderts nichts verloren, genauso wenig ein europäischer Nationalismus wie ihn die Grünen anstreben. Und auch kein Militarismus, wir haben keine Grenzen die außerhalb der EU liegen, wenn andere Staaten meinen sie müssen sich verteidigen, können wir sie unterstützen, aber offensive Waffen oder Bodentruppen, sollten deutschen Boden nie wieder verlassen. Denn ich möchte ein Deutschland welches die Welt als einen Globus sieht, als eine Gemeinschaft und nicht in kleinere Teile zerteilt. Ein Deutschland welches dem Frienden dient und nicht den Kriegstreibern. Ich möchte ein Deutschland, dass etwas für sein Volk tut, damit Mieten fair, Lebensmittel erschwinglich und Löhne gerecht sind.

Ich möchte Deutschland, aber Sozial!


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